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Urlaub auf Mallorca: Da klingt doch als erstes einmal Party im Ohr. Traumhafte Strände, das Meer, die Sonne und der Ballermann. Leider wird die Urlaubsinsel nur allzu gerne auf eben diese Dinge reduziert, obwohl sie vor allem in geologischer Hinsicht eine Menge zu bieten hat. Schlagermusik, Sangria und durchtanzte Nächte gehören für viele zum typischen Bild, das sie von Mallorca bekommen haben. Dies liegt manchmal leider auch daran, dass sich die Touristen für das Hinterland der Insel kaum interessieren. Einmal eingeflogen in den Partykessel rund um den Ballermann, verlässt man das Areal nicht und feiert beziehungsweise erholt sich am Strand. Sicher ist so ein Urlaub auch einmal ganz amüsant, aber noch begeisterter dürfte man sein, wenn man sich die Insel einmal in ihrer vollen natürlichen Schönheit ansieht.
Mallorca bietet aber nicht nur Urlaub im Club oder in einem tollen Hotel. Man kann sich auch eine nette, abgelegene wie auch zentral gelegene Finka mieten, in der die schönsten Tage im Jahr wirklich zu dem werden, was sie eigentlich bezwecken sollen. Von hier aus kann jeder Urlauber seine persönlichen geographischen Exkursionen vornehmen, die natürlich eigentlich eine Wanderung darstellen. Dennoch bekommt man erst, wenn man sich vom Ballermann entfernt, einen genauen Überblick darüber, welche geologische Vielfalt die balearische Insel doch eigentlich zu bieten hat. Immerhin gibt es über 3600 Quadratkilometer Fläche zu erkunden und das nicht in einer eintönigen, sondern sehr abwechslungsreichen Natur im Westen des Mittelmeers.
Einige kleine Inseln, die gar nicht bewohnt sind, aber auch die kleine Schwester von Mallorca, nämlich Menorca und Ibiza sowie Formentera liegen um Mallorca herum. Knapp 200 Kilometer sind es bis zur heimatlichen Küste und in der anderen Richtung, bis Afrika. Über die längste Distanz muss man 100 Kilometer zurücklegen, um vom einen Ende der Insel bis zum anderen gelangen zu können. Geologisch unterteilt sich die Insel in drei Regionen. Hier ist als erstes die Serra de Tramuntana zu nennen. Hier sind deutlich die Spuren der Bildung eines Gebirges zu erkennen die in die Zeit der Entstehung der Alpen zurückreicht. Der Gebirgszug in dieser Region setzt sich auf dem Festland fort, ein Zeichen dafür, dass die Insel einmal zum Kontinent gehörte. Dieser Bergzug bildet 25 Prozent der Oberfläche Mallorcas. Beliebtes Wanderziel sind die beiden „Riesen“ der Insel, der Maçanella und der Puig Major, die zwei höchsten Berge der Insel. Dabei erstreckt sich der Puig Major auf immerhin 1445 Meter Höhe, ähnlich des großen Arbers in Bayern. Ein Vergleich ist dennoch nicht möglich, denn viel felsiger, viel weniger bewaldet erheben sich diese Berge über die Insel und bieten traumhafte Panoramen, vor allem bei Sonnenaufgang und Sonnenuntergang.
Im Osten Mallorcas findet sich, wie auf Mallorcaexperten.de erklärt, ein sanfteres Hügelland mit dem Namen Serres de Llevant, mit der maximalen Erhebung von 562 Metern, dem Berg mit dem Namen Puig de Morey. Auch hier finden sich durchaus noch sehenswerte Reliefs. Vor allem aber ist die Region sehr gut zum Wandern geeignet. Die dritte geologische Region ist die zentrale Ebene gelegen. Typisch für diese Landschaft ist die rote Erde, die auf spanisch terra rossa genannt wird. Hier sind die Landwirte der Insel ansässig, denn hier ist der Boden fruchtbar und bringt eine gute Olivenernte, die typischen Mandelbäume, die jedes Jahr zur Blütezeit viele Urlauber auf die balearische Insel ziehen und natürlich auch Getreide und Wein. Es gibt über die gesamte Insel verteilt viele Höhlen und bizarre Felsengebilde, die durch sich zersetzende Kalksteine entstanden sind. Über viele Jahre hat sich hier aus den Bergen eine skurrile, aber liebenswerte Landschaft entwickelt, die ihre Freunde überall auf der Welt hat. Geologisch gesehen ist Mallorca nämlich ein wunderschönes Fleckchen Erde, wenn es auch leider nur zu oft auf reines Entertainment und Urlaub unter Palmen reduziert wird.